Willkommen bei Lennertz & Co.

Lennertz & Co. ist ein inhabergeführtes Family Office mit klarem Fokus auf Weiterentwicklung und Wertsteigerung des Vermögens seiner Mandanten.

Hierfür betrachten wir mit unserem mehr als 20 Mitarbeitern umfassenden Team, eingehend und fortlaufend deren Familiensituation, die Unternehmens- und Vermögenslage unter Berücksichtigung der rechtlich und steuerlich relevanten Rahmenbedingungen.

Unsere Investitionsempfehlungen stehen im Einklang mit der persönlichen Präferenz der Mandanten. Dabei profitieren diese von unserer Unabhängigkeit, etwa bei der Einschätzung globaler Investmentopportunitäten, deren Auswahl sowie ihrer diskreten Umsetzung.

Als unternehmerisch agierendes Family Office teilen wir den Anspruch unserer Mandanten auf schnelle, profunde und sichere Entscheidungen. So verfügt Lennertz & Co. über eine Vielzahl von Erlaubnistatbeständen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und unterliegt damit zahlreichen qualitativen und quantitativen Anforderungen sowohl der BaFin als auch der Deutschen Bundesbank.

Unsere Leistungen

  • Unabhängige Gesamtbetrachtung der Familiensituation, der Unternehmens- und Vermögenslage unter Berücksichtigung der rechtlich und steuerlich relevanten Rahmenbedingungen
  • Beratung zur strategischen (langfristigen) und taktischen (kurzfristigen) Vermögensstrukturierung im Einklang mit der persönlichen Präferenz der Mandanten
  • Festlegung einer Zielstruktur für das Gesamtvermögen sowie Definition der Maßnahmen
  • Definition und diskrete Umsetzung der Investmentopportunitäten gemäß der kurz- und langfristigen Zielstruktur für das Gesamtvermögen
  • Unabhängige Einschätzung der Investment-Opportunitäten auf Basis unserer Erfahrung, externer Researchquellen und Expertenmeinungen
  • Auswahl und Koordination von Depotbanken, Vermögensverwaltern und Beratern auf Basis der definierten Zielstruktur für das Gesamtvermögen
  • Identifikation und Umsetzung direkter und indirekter Unternehmensbeteiligungen sowohl in US-amerikanische als auch europäische Venture Capital und Growth Fonds, direkte und indirekte Investments über den Private Equity Fund von Lennertz & Co. in deutsche und europäische Small- und Midcap Firmen sowie Pre-IPO-Investments
  • Zugang zu exklusiven Agrar & Forst-, Infrastruktur-, Mobilien- und Immobilien-Investments
  • Nachfolgeplanung unter Berücksichtigung der steuerlichen Rahmenbedingungen
  • Heranführung der Vermögensnachfolger (Generationsübergang)
  • Erarbeitung einer Family Governance
  • Stiftungsberatung und Stiftungsgründungen, insbesondere Familien- oder gemeinnützige Stiftungen
  • Testamentsvollstreckung
Vermögens-
strukturierung
  • Unabhängige Gesamtbetrachtung der Familiensituation, der Unternehmens- und Vermögenslage unter Berücksichtigung der rechtlich und steuerlich relevanten Rahmenbedingungen
  • Beratung zur strategischen (langfristigen) und taktischen (kurzfristigen) Vermögensstrukturierung im Einklang mit der persönlichen Präferenz der Mandanten
  • Festlegung einer Zielstruktur für das Gesamtvermögen sowie Definition der Maßnahmen
Vermögensentwicklung
und -steigerung
  • Definition und diskrete Umsetzung der Investmentopportunitäten gemäß der kurz- und langfristigen Zielstruktur für das Gesamtvermögen
  • Unabhängige Einschätzung der Investment-Opportunitäten auf Basis unserer Erfahrung, externer Researchquellen und Expertenmeinungen
  • Auswahl und Koordination von Depotbanken, Vermögensverwaltern und Beratern auf Basis der definierten Zielstruktur für das Gesamtvermögen
  • Identifikation und Umsetzung direkter und indirekter Unternehmensbeteiligungen sowohl in US-amerikanische als auch europäische Venture Capital und Growth Fonds, direkte und indirekte Investments über den Private Equity Fund von Lennertz & Co. in deutsche und europäische Small- und Midcap Firmen sowie Pre-IPO-Investments
  • Zugang zu exklusiven Agrar & Forst-, Infrastruktur-, Mobilien- und Immobilien-Investments
Vermögensübergang
  • Nachfolgeplanung unter Berücksichtigung der steuerlichen Rahmenbedingungen
  • Heranführung der Vermögensnachfolger (Generationsübergang)
  • Erarbeitung einer Family Governance
  • Stiftungsberatung und Stiftungsgründungen, insbesondere Familien- oder gemeinnützige Stiftungen
  • Testamentsvollstreckung

Die Geschäftsführung

Philipp Lennertz

Philipp Lennertz gründete im April 2015 als geschäftsführender Gesellschafter die Lennertz & Co. GmbH. Inzwischen blickt er auf eine mehr als vierzehnjährige Berufserfahrung in Family Offices zurück.

Von 2010 bis 2015 war er Mitglied der Geschäftsleitung bei dem Hamburger Family Office Spudy & Co. Zuvor arbeitete er im Family Office UBS Sauerborn, ebenfalls mit Sitz in Hamburg und konnte währenddessen wertvolle Auslandserfahrungen in New York, Hong Kong und Singapur sammeln.

Kontakt

Oliver Piworus

Oliver Piworus stieg im Mai 2015 als geschäftsführender Gesellschafter bei der Lennertz & Co. GmbH ein. Er weist eine über 28-jährige Berufserfahrung in den Bereichen Family Office und Banken auf.

Vor seinem Eintritt bei Lennertz & Co. war er von 2011 bis 2015 bei dem Hamburger Family Office Spudy & Co. tätig. Zuvor agierte er als stellvertretender Niederlassungsleiter in der Hamburger Dependance der Vontobel Europe AG. Zu seinen ersten beruflichen Stationen zählten die Dresdner Bank Lateinamerika AG, die UBS Deutschland AG sowie das Family Office UBS Sauerborn in Hamburg.

Kontakt

Presse

Lennertz & Co.
(09/2020)

Lennertz & Co. beteiligt sich an RapidAI

Das Hamburger Family Office Lennertz & Co. steigt mit 25 Millionen US-Dollar bei RapidAI ein, dem weltweit führenden Unternehmen im Bereich Schlaganfalldiagnose und -therapiekoordination mittels Künstlicher Intelligenz (KI) und moderner MRT- und CT-Bildgebung. „Mit unserer Investition werden wir das weltweite Wachstum des Unternehmens insbesondere durch den Aufbau eines globalen Vertriebs und einer Buy-and-Build-Strategie beschleunigen, also den gezielten Zukauf von Unternehmen,“ sagt Philipp Lennertz, geschäftsführender Gesellschafter von Lennertz & Co.

RapidAI, mit Sitz in Menlo Park, Kalifornien, bietet ein ganzes Portfolio an fortschrittlichen Produkten zur Schlaganfallbildgebung und Schlaganfallbewertung für Krankenhäuser jeder Größe. Das Unternehmen verfügt über Patente und domainspezifisches Know-how, während ein vergleichbares Portfolio von etablierten Medizinprodukt-herstellern nicht angeboten wird. Die Rapid®-Plattform nutzt KI und hochspezialisierte Computeralgorithmen, um aus Bildern der Computertomografie (CT) oder der Magnetresonanztomografie (MRT) Befunde und Prognosen für Patienten individuell zu erstellen. Für eine erfolgreiche Schlaganfallbehandlung ist Zeit bekanntlich ein sehr wichtiger Faktor: Wenn der Blutfluss nicht sofort wiederhergestellt werden kann, können bereits innerhalb weniger Minuten Teile des Gehirns unwiederbringlich geschädigt werden.

Die Forscher von RapidAI konnten aber anhand des bildgebenden Verfahrens demonstrieren, dass bei vielen Patienten noch eine redundante Blutversorgung vorliegt und deshalb auch noch nach vielen Stunden ein signifikanter Teil des bedrohten Gehirnareals zu retten ist, sofern ein normaler Blutfluss wieder hergestellt werden kann.
Das führte zu einem Paradigmenwechsel in der Schlaganfalltherapie. Der Einsatz der RapidAI-Technologie versetzt nun Krankenhäuser einerseits in die Lage, zeitkritische Triage- oder Verlegungsentscheidungen etwa in Spezialkliniken zu beschleunigen. Andererseits gewinnen die Ärzte durch den Einsatz der RapidAI-Technologie wichtige Zeit für die Behandlung, denn sie ermöglicht, Eingriffe noch bis zu 24 Stunden nach dem Schlaganfall vorzunehmen anstatt nur innerhalb der bislang üblichen ersten viereinhalb Stunden.

RapidAI wurde 2011 gegründet und hat sich seit seiner Gründung als globaler Marktführer für schnelle MRT- bzw. CT-basierte, automatische Beurteilung von Patienten mit Schlaganfällen und der Koordination der Behandlungsschritte etabliert. Zudem ist RapidAI auf diesem Gebiet führend in der Forschung und bei klinischen Studien. Mit der jetzt eingeworbenen zweiten Finanzierungsrunde werden sowohl die kontinuierliche Weiterentwicklung der Rapid®-Plattform und der klinischen Produkte als auch der verstärkte Einstieg in den europäischen Markt unterstützt. Die klinischen Produkte von RapidAI helfen Leben zu retten. Die Workflow- und Messaging-Technologien wiederum versetzen Ärzteteams bei der Schlaganfallbehandlung in die Lage Zeit zu sparen. Und die Analyse- und Business-Intelligence-Produkte von RapidAI helfen sowohl Krankenhausnetzwerken als auch eigenständigen Häusern, die Patientenergebnisse zu verbessern und Kosten zu senken.

"Seit mehreren Jahren arbeiten wir an der Entwicklung und Markteinführung der nächsten Generation von Produkten zur Verbesserung der Diagnose von Erkrankungen im Zusammenhang mit akuten vaskulären Veränderungen im Gehirn, insbesondere unter Zuhilfenahme von speziellen Computeralgorithmen wie etwa ‚Künstliche Intelligenz‘ oder ‚Deep Learning‘. Seit der Markteinführung ist es uns gelungen, nachhaltig und profitabel zu wachsen", sagt Don Listwin, CEO von RapidAI. „Im vergangenen Jahr haben wir unser Angebot zur Behandlung von Schlaganfällen auch auf die Akutdiagnose von Gehirnblutungen ausgeweitet. Schließlich befassen wir uns durch die im Juni erfolgte Übernahme von EndoVantage nun auch mit der automatischen Detektion, Verlaufskontrolle und Therapieplanung von Aneurysmen.“

Wachstumsfinanzierungen sind durch die Corona-Pandemie insgesamt schwieriger geworden. Umso bemerkenswerter ist die jetzt erfolgte Investition durch Lennertz & Co. Sie unterstreicht das enorme Wachstumspotenzial von RapidAI und dokumentiert, dass weiterhin großer Bedarf an dieser richtungsweisenden Technologie durch Krankenhäuser besteht. RapidAIs Wettbewerber haben dagegen vielfach mit knapperen Mitteln zu kämpfen. Ziel dieser Investition durch Lennertz & Co. ist es, größeres Wachstum zu erzielen und neue Märkte beziehungsweise Einsatzfelder zu erschließen. In Europa plant RapidAI – ähnlich wie bereits in den USA erfolgreich demonstriert – den Aufbau effizienter Schlaganfallnetzwerke zu unterstützen.

Ein Großteil der Schlaganfallpatienten erreicht üblicherweise zuerst die Notaufnahme in kleineren Krankenhäusern, in denen dann die Erstversorgung stattfindet. Eine revolutionäre und höchst effektive Behandlungsmethode, die sogenannte endovaskuläre Thrombektomie, kann allerdings nur in wenigen Spezialkliniken angeboten werden. RapidAI, mit seiner automatisierten und in zahlreichen klinischen Studien erprobten Analytik, verhilft durch seine Produkte dazu, dass ein Patient, der eine Thrombektomie benötigen, besonders rasch in der Erstversorgung identifiziert wird. Schon nach zwei bis drei Minuten können Ärzten in Spezialkliniken über die etwaige Notwendigkeit eines akuten Eingriffes an diesem Patienten informiert werden. Mittels Smartphones ist es möglich, binnen kürzester Zeit weitere Therapiemaßnahmen oder einen Patiententransport zwischen Krankenhäusern zu koordinieren.

„Was früher über eine Stunde dauern konnte, kann durch diese Prozessoptimierung in wenigen Minuten geschehen und erlaubt, an Patienten eine wesentlich frühere Behandlung vorzunehmen, wodurch man generell geringere neurologische Defizite durch die Therapie zu erwarten hat“, so Prof. Roland Bammer, CTO und Mitbegründer von RapidAI. „Die Identifikation und Koordination jener Patienten, die für eine endovaskuläre Thrombektomie in Frage kommen, unterlag bisher einem seriellen, mehrfach ablaufenden und im Endeffekt zeitraubenden Prozess. RapidAI gibt allen Beteiligten im Schlaganfallnetzwerk gleichzeitig und wesentlich früher die relevanten Informationen über Patienten. Die Therapieerfolge werden dadurch deutlich erhöht.“

"Mit unserem Einstieg in RapidAI, investieren wir ein weiteres Mal in ein Unternehmen, das eine globale Vision und Erfolgsgeschichte vorweisen kann", sagt Philipp Lennertz, Geschäftsführer von Lennertz & Co. „Die Vision von RapidAI, die Behandlung von Schlaganfällen und weiteren zerebrovaskulären Erkrankungen durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der medizinischen Bildgebung massiv zu verbessern, kennt keine Grenzen und hat die Patientenversorgung in den USA schon deutlich verbessert. Wir freuen uns darauf, RapidAI dabei zu unterstützen, seinen erfolgreichen Weg zielgerichtet fortzusetzen."

„Seitdem die Mitgründer von RapidAI, Prof. Greg Albers und Prof. Roland Bammer, Forschungsergebnisse vorgestellt haben, die die Leitlinien für die Schlaganfallbehandlung weltweit entscheidend erweitert haben, konnten tausende Klinikärzte, ähnlich wie wir selbst, durch den Einsatz dieser wegweisenden Technologie in der Schlaganfallbehandlung der Patienten bessere Ergebnisse erzielen", sagt Dr. Olav Jansen, Professor für Radiologie und Neuroradiologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel (UKSH). "Mit der breiten Palette an KI-verstärkten Bildgebungstechnologien der Rapid®-Plattform haben wir die Möglichkeit, die Versorgung von Schlaganfallpatienten deutlich effizienter zu gestalten.“

Über Lennertz & Co. Lennertz & Co. ist ein inhabergeführtes Family Office mit klarem Fokus auf Weiterentwicklung und Wertsteigerung des Vermögens seiner Mandanten. Hierfür werden eingehend und fortlaufend ihre individuellen Familien-, Unternehmens- und Vermögenslagen unter Berücksichtigung der rechtlich und steuerlich relevanten Rahmenbedingungen betrachtet. Die Investitionsempfehlungen stehen im Einklang mit der persönlichen Präferenz der Mandanten. Dabei profitieren diese von der Unabhängigkeit von Lennertz & Co., etwa bei der Einschätzung globaler Investment-Opportunitäten, deren Auswahl sowie ihrer diskreten Umsetzung.

Als unternehmerisch agierendes Multi Family Office teilt Lennertz & Co. den Anspruch seiner Mandanten an schnelle, profunde und sichere Entscheidungen. Um die sich bietenden Opportunitäten im Segment Private Equity für seine Mandanten eingehend zu prüfen, steht Lennertz & Co. ein kompetentes Team zur Verfügung, das auf eine jahrzehntelange Private-Equity-Erfahrung zurückblicken kann. Zudem besteht der Beirat aus namhaften Industrie- und Private-Equity-Experten wie etwa Prof. Dr. Heinrich von Pierer, Prof. Dr. Klaus Wucherer, Stefan Theis, Daniel Milleg und Florian Heinemann.

Über RapidAI RapidAI ist weltweit führend in der Bildgebung und Analyse von Schlaganfällen. Auf der Grundlage von über 1.000.000 MRT- und CT-Untersuchungen aus mehr als 1.600 Krankenhäusern in über 50 Ländern verwendet die Rapic®-Plattform Deep Learning, KI und spezialisierte Algorithmen um aus CT- oder MRT-Bildern Befunde und Prognosen für Patienten individuell zu erstellen. Die RapidAI-Bildgebungsplattform umfasst Rapid ICH, Rapid ASPECTS, Rapid CTA, Rapid LVO, Rapid CTP und Rapid MRI. RapidAI bietet auch SurgicalPreview®, eine umfassende Plattform für das Aneurysmamanagement.

RapidAI versetzt behandelnde Ärzte in die Lage, schnellere und präzisere Diagnose- und Behandlungsentscheidungen für Schlaganfall-, Gehirnblutungs- und Aneurysmapatienten zu treffen und dabei klinisch erprobte, datengesteuerte Technologie einzusetzen. Mit den validierten, vertrauenswürdigen Produkten, die von medizinischen Experten entwickelt wurden, verbessern Ärzte weltweit derzeit für über 20.000 Patienten wöchentlich deren Versorgung und Behandlungsergebnisse.

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Commerzbank AG
(08/2020)

Wie die Unternehmensnachfolge bei mittelständischen Unternehmen zur Erfolgsgeschichte wird

Aus der Praxis: Nachfolgeregelung bei Stein HGS

Gegenseitiges Vertrauen als Basis für den Eigentümerwechsel

Vor mehr als 20 Jahren hat Bodo Stein das Unternehmen Stein HGS gegründet. Heute ist die Firma ein führender Anbieter von Produkten aus den Bereichen Absperrtechnik, Baustellen- und Betriebsausrüstung, Parkplatz- und Verkehrsausstattung, Stadtmobiliar oder Kommunalbedarf. Schon früh schuf Stein einen Onlineshop mit inzwischen rund 150.000 Produkten. Knapp 30 Mitarbeiter kümmern sich am Firmensitz im Süden von Hamburg um die Kunden. Nach dem Aufbau des Unternehmens wollte der Gründer kürzer treten und suchte einen neuen Gesellschafter. Das Hamburger Family Office Lennertz & Co. wurde Partner. Im Gespräch erläutern Bodo Stein und Philipp Lennertz, wie der Eigentümerwechsel erfolgreich gelang.

Was war der Anlass für den Verkauf beziehungsweise den Erwerb von Stein HGS?

Bodo Stein: Nach 20 Jahren wollte ich mich aus dem operativen Geschäft zurückziehen. Bei der Suche nach einem neuen Gesellschafter waren mir allerdings einige Punkte sehr wichtig: Der neue Gesellschafter sollte sich nicht aktiv in das operative Geschäft einmischen, sondern im Hintergrund als Begleiter und Berater im Sinne der weiteren Entwicklung unterstützen. Nach vielen intensiven und persönlichen Gesprächen mit Lennertz & Co. war für mich klar, dass ich den richtigen Partner gefunden hatte. Mit dem Family Office war es möglich, die gewachsene Unternehmenskultur von Stein HGS zu erhalten und auf Augenhöhe den weiteren Wachstumsweg zu besprechen.

Philipp Lennertz: Wir haben schnell gesehen, was für ein erfolgreiches Unternehmen Bodo Stein über die Jahre aufgebaut hat. Vor allem, dass er so früh auf die Digitalisierung in einer Nische gesetzt hatte, überzeugte uns. Zudem zeichnet ihn aus, dass er schon früh im Management klar die Weichen gestellt und Stephan Otte als seinen kompetenten Nachfolger aufgebaut hat. Die folgenden Akquisegespräche waren von großem gegenseitigem Vertrauen geprägt und immer konstruktiv und zielführend.

Was waren die wichtigsten Ziele bei der Nachfolgeregelung für Stein HGS?

Stein: Für mich war natürlich wichtig, dass der Preis für den Verkauf der Anteile stimmte. Da meine Mitarbeiter größtenteils seit vielen Jahren bei uns arbeiten, war es für mich darüber hinaus entscheidend, dass sich das Team auch unter dem neuen Eigner wohl fühlt. Und das ist uns gelungen.

Lennertz: Wir haben früh die Qualitäten des Managements von Stein HGS erkannt. Auch funktionieren die Prozesse reibungslos. Beides zusammen und die gesamte Ausrichtung der Firma haben uns schnell klar gemacht, welches Potenzial künftig noch in der Firma steckt. Deshalb haben wir uns entschlossen, in Stein HGS zu investieren.

Was war das Besondere an der Form der Firmenübernahme und wie konnte die Commerzbank zum Erfolg des Deals beitragen?

Lennertz: Eine wesentliche Herausforderung war die Fremdfinanzierung der Akquisition. Wir hatten zwar mehrere Banken im Markt angesprochen, aber es stellte sich schnell heraus, dass die Übernahme eines Unternehmens mit einem Umsatz von 12 Millionen Euro im Jahr kaum von der Finanzierungsseite bedient wird. Banken in Deutschland haben traditionell Schwierigkeiten, Sicherheiten für Firmen wie Stein HGS anzuerkennen, die über hohe Cashflows aber geringe Anlagewerte verfügen. Für uns war deshalb die Einheit „Financial Engineering“ der Commerzbank ein absoluter Glücksfall. Die Mittelstandsfinanzierer boten eine passgenaue Finanzierungslösung für den Deal an, weil sie die Unternehmensgröße nicht scheuten und auch langjähriges Know-how in der Bewertung von Handelsfirmen mitbrachten.

Herr Lennertz, Herr Stein, was sind aus Ihrer jeweiligen Sicht die wesentlichen Erfolgsfaktoren für eine gelungene Firmenübergabe?

Lennertz: Kommt es zu konkreten Gesprächen, ist entscheidend, dass man über ein gutes Verständnis der Kultur speziell von Familienunternehmen verfügt und in der Lage ist, gemäß einer 360- Grad-Analyse, die Beweggründe für einen Verkauf einzuschätzen und lösungsorientiert vorzugehen. Ebenso wichtig ist es schließlich, auf Augenhöhe zu verhandeln und Verlässlichkeit zu beweisen. Im Vergleich zu größeren Private-Equity-Häusern sind wir sicherlich flexibler und näher an den Bedürfnissen der Verkäufer dran. So knüpfen wir die Frage, wie wir eine Lösung für die individuelle Situation eines Unternehmers finden können, nicht an interne Anlagerichtlinien, die besagen, dass wir beispielsweise nur Minderheits- oder Mehrheitsbeteiligungen eingehen. Auch kommt uns unsere eigene unternehmerische Unabhängigkeit zugute, die es uns erlaubt, auf Augenhöhe mit einem Veräußerer zu sprechen.

Stein: Entscheidend war aus meiner Sicht, dass ich schon drei Jahre vor dem Start des Verkaufsprozesses damit begonnen habe, mein Haus zu bestellen. Das bedeutet, ich habe Stephan Otte als meinen Nachfolger aufgebaut und zusätzlich Verantwortung an weitere fünf Schlüsselpersonen übertragen. Das hat mir die Gewissheit gegeben, dass das Unternehmen operativ auch ohne mich reibungslos weiterläuft. So hatte ich als Firmengründer den Spielraum, mich um den Verkaufsprozess zu kümmern. Es ist aufwendig, einen neuen Gesellschafter zu finden, dem man vertrauen kann. Es bedarf eines Maximums an Aufmerksamkeit, um die Verhandlungen sorgfältig durchzuführen, damit sie auch erfolgreich sind.

Wie haben Sie, Herr Stein, Ihr Unternehmen, die Mitarbeiter und sich selbst auf die Übergabe vorbereitet?

Stein: Eine besondere Herausforderung war es, den richtigen Zeitpunkt zu finden, um alle Mitarbeiter mitzunehmen. Das Zeitfenster ist ja bei solchen Transaktionen sehr eng. Die Verhandlungen mit Lennertz & Co. liefen über insgesamt neun Monate. Allen Beteiligten war es wichtig, dass nichts von den Verhandlungen in die Mitarbeiterschaft drang, um keine Unruhe zu erzeugen. Als wir den Verkauf unterzeichnet hatten, haben wir dann aber unmittelbar danach mit allen Mitarbeitern gesprochen und dabei den neuen Gesellschafter vorgestellt. Ich habe lange gewachsene Beziehungen in der Mitarbeiterschaft und mein Ziel war, dass die Mitarbeiter ein hohes Maß an Vertrauen in das Management aber auch den neuen Gesellschafter haben sollten. Die DNA des Unternehmens galt es zu erhalten und durch eine klare Kommunikation ist uns dies auch geglückt. Mir war dieses Ziel so wichtig, dass ich in der ersten Zeit in meiner neuen Beiratsfunktion sehr präsent im Unternehmen blieb und jeder, der mit mir sprechen wollte, die Gelegenheit dazu hatte. So ist es uns mit maximaler Ruhe gelungen, die Firma mit dem bekannten Management und einem neuen Gesellschafter auf sehr gutem Kurs zu halten.

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Lennertz & Co. GmbH
Düsternstraße 10
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Impressum

Angaben gemäß § 5 TMG:

Lennertz & Co. GmbH
Düsternstraße 10
20355 Hamburg
Deutschland

Vertreten durch:

Philipp Lennertz, Oliver Piworus

Kontakt:

Telefon: +49 40 210 91 33-20
Telefax: +49 40 210 91 33-21
E-Mail: info@lennertz.com

Registereintrag:

Sitz: Hamburg
Registernummer: HRB 137568

Umsatzsteuer-ID:

Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß §27 a Umsatzsteuergesetz:
DE 255 807 053

Aufsichtsbehörde:

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
Marie-Curie-Str. 24-28
60439 Frankfurt

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